WM
WM‑Nachwirkungen zwingen Senegal, sich von Pape Thiaw zu trennen
Senegal hat heute über seine offiziellen Kanäle bekannt gegeben, dass Cheftrainer Pape Thiaw sein Amt nach dem Ausscheiden des Teams im Achtelfinale bei der FIFA‑Weltmeisterschaft 2026 räumen wird, eine Entscheidung, die nach einer 1:0‑Niederlage gegen Belgien fiel. Der senegalesische Fußballverband hielt am Samstag eine Sitzung ab und beschloss, das gesamte Trainerteam zu entlassen und eine formelle Suche nach einem neuen Trainer zu starten.
Die Erklärung des Verbands erläuterte, dass der Schritt nach einer gründlichen Bewertung der sportlichen Ergebnisse bei der FIFA‑Weltmeisterschaft 2026 und der zukünftigen Perspektiven der Nationalmannschaft erfolgt. Der Exekutivausschuss hielt das Vorgehen für das Wohl des senegalesischen Fußballs für notwendig.
Thiaw ist nicht der erste Trainer, der nach einer WM-Entscheidung geht. Ronald Koeman, Julian Nagelsmann von Deutschland, Sebastián Beccacece von Ecuador, Steve Clarke von Schottland, Hong Myung‑bo von Südkorea, Marcelo Bielsa von Uruguay, Roberto Martínez von Portugal, Zlatko Dalić von Kroatien und Javier Aguirre von Mexiko haben alle kürzlich ihre Nationaltrainerposten verlassen.
Im vergangenen Winter erreichte Senegal unter Thiaws Führung das Finale der Afrikameisterschaft. Das Team feierte zunächst einen Sieg über Marokko, doch das Ergebnis wurde nach einem Elfmetervorfall, der zu einem regulären 3‑0‑Ergebnis führte, annulliert.
Der Kontrast zwischen einer WM‑Enttäuschung und einem umstrittenen Afrikameisterschafts‑Sieg unterstreicht die Herausforderungen, denen der senegalesische Fußball gegenübersteht, und bereitet den Weg für eine neue Trainerbenennung, während der Verband voranschreitet.