WM
Schweiz beendet 88‑jährige K.o.-Durststrecke, Algerien scheidet aus
In Vancouver besiegte die Schweiz Algerien mit 2:0 und zog damit ins Achtelfinale der WM ein, was ihren ersten K.o.-Sieg seit 1938 markierte und das Turnier für Anis Hadj Moussas und Ramiz Zerroukis beendete. Das Spiel sah Breel Embolo in der zehnten Minute zum ersten Tor führen, nach einer präzisen Vorlage des 20‑jährigen Johan Manzambis, der bereits drei Tore und zwei Vorlagen in diesem Turnier erzielt hat.
Nach der Pause verdoppelte der Stürmer von Nottingham Forest, Dan Ndoye, die Führung der Schweiz, nutzte schlampige Abwehrarbeit und schoss den Ball in die linke Ecke, wo der algerische Torhüter Luca Zidanes, Sohn von Zinedine, nicht eingreifen konnte.
Der Schweizer Trainer Murat Yakin, der seine Mannschaft bereits zum Achtelfinale bei vier aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften geführt hat, bereitet nun ein Viertelfinale gegen den Sieger des Duells Kolumbien‑Ghana vor, das für 03:30 Uhr in Kansas City angesetzt ist.
Kolumbiens frühes Tor bringt Sieg in der Hitze von Kansas City
Der algerische Stürmer Anis Hadj Moussa wurde zwanzig Minuten vor Schluss für Riyad Mahrezs ausgewechselt; er hatte zuvor in Vorbereitungssiegen gegen die Niederlande und Bolivien getroffen, fand jedoch im Turnier kein Tor, startete gegen Argentinien und wurde nach 64 Minuten ausgewechselt sowie gegen Jordanien, wo er fünfzehn Minuten vor Schluss vom Platz ging. Ramiz Zerrouki stand ebenfalls in der Startelf, wurde jedoch in der 58. Minute durch Amine Gouiris ersetzt. Zerrouki verbrachte die vorherige Saison im Leihverband bei FC Twentes und bleibt für ein weiteres Jahr vertraglich an Feyenoords gebunden. Der Ersatzspieler Fabian Rieder vergab eine klare Chance nach einer tiefen Flanke von Denis Zakarias, der später einen gefährlichen algerischen Angriff mit einer rechtzeitigen Balleroberung vereitelte. Später brachte Rubén Vargas eine hohe Flanke ein, die über Embolo hinwegschoss, während Rafik Belghalis Vorlage von der rechten Seite von Zakarias geklärt wurde; auch der Schweizer Torhüter Gregor Kobel wurde im Zuge der Defensivaktionen erwähnt.