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WM

Ryan Mendes muss sich nach angeblichem Angriff in Neuseeland verantworten

Ryan Mendes, der Kapitän der Kapverdischen, steht in Neuseeland unter polizeilicher Ermittlung wegen des Vorwurfs der Körperverletzung und Vergewaltigung. Der 36-jährige Stürmer des türkischen Klubs Igdir FK wurde von den örtlichen Behörden befragt, nachdem eine Beschwerde einer brasilianischen Frau eingereicht worden war. Sie war als Dolmetscherin für die Nationalmannschaft während eines Trainingslagers im März in Auckland engagiert worden.

Der mutmaßliche Vorfall ereignete sich, während die kapverdische Mannschaft im selben Hotel wie die Dolmetscherin untergebracht war, die aufgrund des Portugiesischen als Amtssprache der Kapverden eingesetzt wurde. Laut der Anzeige drang Mendes gewaltsam in ihr Zimmer ein, misshandelte sie und vergewaltigte sie anschließend. Die Frau dokumentierte ihre Verletzungen – darunter Schnitte an Mund, Prellungen an Hals, Bein, Brüsten, Lippen, Kopf und Po – und reichte die Beweise bei der Polizei ein.

Medizinische Untersuchungen ergaben zwei kleine Wunden an den Schamlippen der Geschädigten, die vor der Einreichung der offiziellen Anzeige psychologische Unterstützung in einer Klinik für sexualisierte Gewalt erhalten hatte. Die Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen laufen, doch der neuseeländische Fußballverband lehnte eine Stellungnahme zu dem Fall ab.

Die Frau und ihr Ehemann hatten gefordert, dass Mendes nicht für die anstehende Weltmeisterschaft nominiert wird, doch er bleibt weiterhin Teil des Kaders. Laut ihrer Aussage hat der kapverdische Fußballverband auf ihre Kontaktaufnahme nicht reagiert.

Ein Sprecher der neuseeländischen Polizei erklärte, dass die Ermittlungen andauern und bisher keine Anklage erhoben wurde.

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