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WM

Südkoreas Nationaltrainer tritt nach WM-Aus und Kritik des Präsidenten zurück

Südkoreas Nationalmannschaft verlor ihren Cheftrainer Myung-Bo Hong nach einem enttäuschenden Vorrunden-Aus bei der WM 2026 und einer scharfen Rüge von Präsident Lee Jae Myung. Die doppelte Niederlage – auf dem Platz und in der politischen Kritik – veranlasste Hong, seinen Rücktritt in einer eigens einberufenen Pressekonferenz bekannt zu geben. Während der Pressekonferenz sagte Hong: „Heute trete ich zurück.“ Er erklärte, die Rolle sei nie einfach gewesen, er habe stets im Interesse des südkoreanischen Fußballs gehandelt und trage die volle Verantwortung dafür, die Erwartungen nicht erfüllt zu haben. Die Ankündigung folgte auf Südkoreas frühes Ausscheiden in der Vorrunde der WM 2026, die in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen wurde. Das Team stand anschließend unter massiver Kritik im eigenen Land. Präsident Lee Jae Myung nutzte X, um Hong zu verurteilen, und schrieb: „Wenn man Loyalität über Qualität stellt und einen inkompetenten Trainer einsetzt, ist das Ergebnis vorhersehbar.“ Der Kommentar erhöhte den Druck auf den Trainer zusätzlich. Hong war Mitte 2024 zum Nationaltrainer ernannt worden und betreute das Team in 26 Spielen, bevor er seinen Posten verließ. Zuvor hatte er die Mannschaft bereits zwischen 2013 und 2014 trainiert. Bei dem Turnier startete Südkorea mit einem Sieg gegen Tschechien, verlor dann aber gegen Mexiko und Südafrika. Die Mannschaft schloss die Gruppe A auf dem dritten Platz ab und verpasste damit knapp einen der acht besten Drittplatzierten-Plätze. Die Kombination aus einem kurzen sportlichen Aufschwung und harter politischer Kritik zeigt, wie eng Leistung und nationale Erwartungen miteinander verknüpft sind. Der südkoreanische Fußballverband steht nun vor der Aufgabe, einen Nachfolger zu finden.

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