WM
Deutschlands Nagelsmann verlässt nach Paraguay-Schock die Nationalmannschaft
Die viermaligen Weltmeister schieden nach einem 1:1 gegen Paraguay im Elfmeterschießen aus. Das Ergebnis bedeutet, dass Deutschlands Team in der Runde der letzten 16 ausscheidet – eine der größten Überraschungen in der Geschichte der Weltmeisterschaft.
Julian Nagelsmann, der Trainer der deutschen Nationalmannschaft, räumte ein, dass seine Mannschaft zu lange brauchte, um ihr Flügelspiel zu etablieren. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte er: „Wir haben einfach zu lange gebraucht, um unseren Flankenspiel in Gang zu bringen.“
Nagelsmann beschrieb den deutschen Ansatz als zunehmend erzwungen, je länger das Spiel dauerte. Dabei entstanden zwar mehr Chancen im Strafraum, aber es fehlte an der nötigen Schärfe, um sie zu nutzen. „Im Laufe des Spiels haben wir versucht, mehr zu erzwingen und mehr Situationen im Sechzehnmeterraum geschaffen“, erklärte er. „Wir hatten die Kontrolle, aber uns fehlte der letzte Biss.“
Deutschlands WM-Schicksal im Elfmeterschießen gegen Paraguay entschieden
Die Zukunft des Trainers bei der Nationalmannschaft bleibt ungewiss, und die Rufe nach seiner Entlassung werden lauter. Nagelsmann selbst hat jedoch keine Absicht zurückzutreten. „Ich bin nicht jemand, der wegläuft. Das kommt überhaupt nicht infrage“, betonte er. „Ich möchte weitermachen und bin bereit, falls das gewünscht ist. Wenn nicht, dann sollen sie es sagen.“ Deutschland glaubte, in der Verlängerung mit 2:1 in Führung gegangen zu sein, doch das Tor wurde nicht gegeben, was eine hitzige Debatte über die Schiedsrichterentscheidung auslöste. Nagelsmann übte ebenfalls scharfe Kritik und bezeichnete es in einem Interview mit dem ZDF als „schlichtweg einen Skandal“. „Das war nicht mal im Entferntesten ein Foul“, sagte er. „Was für ein Witz. Aber letzten Endes muss man auch sagen, dass es einfach nicht gereicht hat.“ Trotz des schmerzhaften Ausscheidens bleibt Nagelsmann entschlossen, für seinen Posten zu kämpfen. Ob der Deutsche Fußball-Bund ihn weiterhin unterstützen wird, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Nach einer enttäuschenden WM-Kampagne steht Deutschland vor einer weiteren richtungsweisenden Entscheidung, während der Druck auf den Trainer weiter wächst.