Nations League
Nagelsmann bleibt nach Paraguay-Aus im Amt und peilt EM 2028 an
Im belebten TD Garden in Boston sah sich Deutschlands Trainer Julian Nagelsmann, 38, nach der Niederlage gegen Paraguay in der WM-Achtelfinalrunde öffentlich gezwungen, einen Rücktritt auszuschließen. Er betonte, er werde bleiben, um die deutsche Nationalmannschaft bei der EM 2028 zu betreuen, falls der DFB dies wünsche.
Deutschlands Leistung in der Vorrunde war wenig überzeugend, doch das Team schloss die Gruppe E trotz einer Niederlage gegen Ecuador im letzten Spiel als Erster ab. Vor dem Achtelfinalspiel in Boston gingen sie als klare Favoriten gegen Paraguay ins Rennen.
Paraguay ging in der ersten Halbzeit durch ein Tor von Julio Enciso in Führung. Kai Havertz glich für Deutschland per Kopfball in der regulären Spielzeit aus, doch ein Tor in der Verlängerung wurde nach einer VAR-Überprüfung nicht gegeben.
Das Spiel ging ins Elfmeterschießen. Havertz verschoss den ersten Elfmeter, und auch die anschließenden Versuche von Nick Woltemade und Jonathan Tah scheiterten, während José Canale den entscheidenden Elfmeter für Paraguay verwandelte.
Die Niederlage markierte einen weiteren Tiefpunkt für die deutsche Mannschaft, die seit dem WM-Finale 2014 kein K.-o.-Spiel mehr gewonnen hat. Zudem endete damit erstmals seit 2014 die Serie, das Achtelfinale zu erreichen.
Nagelsmann bekräftigte, dass er nicht zurücktreten werde, und sagte gegenüber dem deutschen Sender ZDF: „Ich stehe zur Verfügung, wenn der DFB das möchte.“ „Wenn der DFB das nicht möchte, müssen sie es mir sagen. Ich bin nicht der Typ, der wegläuft – das kommt nicht infrage.“ „Wenn der DFB es will, dann bereite ich mich auf die Europameisterschaft und die Nations League vor“, fügte er hinzu.
Sein aktueller Vertrag läuft bis 2028, dem Jahr, in dem die Europameisterschaft im Vereinigten Königreich und Irland stattfindet. Paraguays nächste Herausforderung wartet im Achtelfinale am Samstag, dem 4. Juli, in Philadelphia gegen entweder Frankreich oder Schweden.