WM
Klopp entschuldigt sich für Nagelsmann-WM-Scherz
Deutschland startete seine WM-Kampagne mit einem 7:1-Sieg über Curaçao, doch das Spiel wurde überschattet, als Jürgen Klopp, Global Head of Soccer bei Red Bull, scherzte, Julian Nagelsmann würde das Team zusammenstellen, und dabei das Wort „noch“ einwarf, als es um die Startelf ging.
Thomas Müller lachte und konterte: „Kloppo, wir haben noch Juni. Du bist schon im September.“ Die Wortgefechte wurden in der Live-Übertragung mit Gelächter quittiert.
Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg kritisierte die Äußerung scharf: „Das geht gar nicht; er spricht zu Millionen von Zuschauern. Und dann fängt er auch noch an zu lachen. Solche Kommentare kann man beim Bier in der Kneipe machen, aber nicht vor Millionen. Das ist inakzeptabel.“ Er argumentierte, die Aussage sei für ein TV-Publikum unangemessen.
Julian Nagelsmann spielte den Vorfall herunter und sagte: „Ich habe keine Entschuldigung von Jürgen Klopp erwartet, und ich höre mir auch nicht an, was alle über unser Team reden. Das ist nicht möglich.“ Seine Reaktion lenkte den Fokus auf die Leistung der deutschen Mannschaft.
Klopp entschuldigte sich später und erklärte: „Wir gehören auch informell zum Team, wir stehen absolut an eurer Seite. Ich habe schon das meistgehasste Wort des Jahres entdeckt: ‚noch‘. Ich hätte mir selbst in den Hintern treten können für diesen Ausspruch, aber es war zu spät, ich war im TV. Es ist einfach so rausgerutscht und hat keinerlei Bedeutung. Was ich daraus gelernt habe: Ich werde am Dienstag 59 und bin immer noch ein Idiot.“ Er fügte hinzu: „Wir stehen komplett an eurer Seite, egal wie ihr damit umgeht. Es wird nichts daraus entstehen, was den Prozess hier stören soll.“
Klopp betonte, dass Red Bulls Global Team nur in beratender Funktion agiere und an der Saisonanalyse beteiligt sei. Er lobte Ole Werner für seine großartige Arbeit und dafür, RB Leipzig zur Champions-League-Qualifikation geführt zu haben. Klopp ergänzte, der Verein müsse auch nach vorne blicken, was den jüngsten Trainerwechsel nach sich zog.
Der Vorfall zeigte, dass sowohl Klopp als auch Nagelsmann weit mehr am Fußball interessiert sind als daran, Schlagzeilen zu produzieren – trotz medialer Spekulationen.