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WM

FIFA unterstützt Schiedsrichter Trump nach dessen "verdächtiger" Rote Karte für Balogun

Die Ränge des Lusail-Stadions hallten noch vom Nachglühen einer umstrittenen Entscheidung nach, als Pierluigi Collina seine Position klar machte. Der FIFA-Schiedsrichterchef stellte Raphael Claus, den brasilianischen Schiedsrichter, der Folarin Balogun im Achtelfinale gegen Bosnien und Herzegowina vom Platz stellte, vollumfänglich in den Schatten. Claus zeigte dem Amerikaner die rote Karte direkt vom Platz, eine Entscheidung, die sofort für Kontroversen sorgte. Die Platzverweisung hätte zunächst bedeutet, dass Balogun das nächste Spiel verpassen würde, doch diese Sperre wurde umgehend nach einem Telefonat zwischen Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino aufgehoben. Trump ging noch weiter und bezeichnete Claus in öffentlichen Äußerungen als „verdächtig“, was die Kontroverse nur noch anheizte. Collina wies die Kritik jedoch entschieden zurück. „Claus leitet sein zweites Weltmeisterschaftsspiel“, sagte er. „Er war 2022 mit uns in Katar. Er ist ein erfahrener und hochangesehener Schiedsrichter, und wir haben das höchste Vertrauen in ihn als zuverlässigen Spieloffiziellen.“ Die Weltklasse-Vergangenheit des Brasilianers ist bestens dokumentiert. Vor vier Jahren leitete er England-Iran und Kanada-Marokko. 2024 pfiff er das Copa América-Finale zwischen Argentinien und Kolumbien. Die FIFA lobte Claus ohne Einschränkung. In einer Stellungnahme beschrieb der Weltverband ihn als „einen der weltweit führenden Profischiedsrichter und ein wertvolles Mitglied des Team One – des Schiedsrichterkorps – bei der Weltmeisterschaft.“ Das FIFA-Disziplinargremium handelte nach Trumps Eingreifen umgehend. Sie wandelten Baloguns Sperre in eine ausgesetzte Strafe um, sodass der Stürmer im Achtelfinale bei der 1:4-Niederlage gegen Belgien auflaufen konnte. Die Entscheidung löste weltweit Empörung aus.

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