Premier League
UEFA warnt FIFA: Suspendierung von Baloguns Sperre gefährdet Regelklarheit
Die scharfe Rüge der UEFA an die FIFA setzt den Weltverband unter massive Kritik, nachdem die FIFA die Ein‑Spiel‑Sperre von Folarin Balogun für zwölf Monate aussetzte und ihn damit für das bevorstehende Duell der USA gegen Belgien spielberechtigt machte. Diese Entscheidung hebt die automatische Sperre auf, die ihn eigentlich für das Spiel gegen Belgien gesperrt hätte, und wirft Fragen nach der einheitlichen Anwendung der Turnierregeln auf.
Balogun sah sich nach seiner roten Karte im letzten Spiel der USA gegen Bosnien und Herzegowina ohne Rechtsmittelweg und schien damit für das Belgien‑Spiel gesperrt. Die ursprüngliche Sperre hätte die standardmäßige Ein‑Spiel‑Sperre gemäß den Turnierbestimmungen durchgesetzt.
Die FIFA griff ein und setzte die Sperre für zwölf Monate auf Bewährung aus, wodurch Balogun für das Spiel gegen Belgien wieder verfügbar war. Die Gründe für diesen Schritt wurden nicht bekannt gegeben, doch Berichten zufolge drängte US‑Präsident Donald Trump Gianni Infantino, die Entscheidung rückgängig zu machen.
England kämpft sich durch, Belgien überlebt Thriller, USA wächst zu Hause
Die UEFA erklärte, die Entscheidung überschreite „eine rote Linie“, da eine Mindestsperre nicht zur Disposition stehe. Der Verband argumentierte, dass dieses Prinzip in den Regeln verankert sei und keine Ausnahmen zulasse – besonders nicht mitten im Turnier. Die Kritik weitete sich auf Spieler, Trainer und Experten aus. So soll Frankreich versuchen, die Sperre von Michael Olise aufheben zu lassen, und Thomas Tuchel deutete an, dass England die Situation von Jarell Quansah prüfen werde. Solche Reaktionen unterstreichen die wachsenden Bedenken, dass die Regeln zunehmend optional gehandhabt werden. Belgien erhielt das Recht, gegen die FIFA‑Entscheidung weniger als 24 Stunden vor dem Spiel Berufung einzulegen, wobei die Unterlagen bis Montagmorgen vorliegen müssen. Eine Entscheidung vor dem Spiel gilt als möglich, aber nicht sicher, sodass das Ergebnis der Berufung offen bleibt.