WM
Von Haalands Toren bis Rooms Paraden: die gegensätzlichen Stars der WM-Vorrunde
Die Gruppenphase der Weltmeisterschaft lieferte gegensätzliche Geschichten: Rekordtore von Lionel Messi und Erling Haaland, während die Torhüter Vozinha und Eloy Room mit heldenhaften Paraden ihre eigenen Geschichten schrieben.
Lionel Messi wurde mit siebzehn Toren alleiniger Rekordhalter bei Weltmeisterschaften. Nach seinem Hattrick gegen Algerien traf er zweimal gegen Österreich. Insgesamt steht er nun bei neunzehn Toren in fünf Turnieren – eine Bestmarke, die seine Langlebigkeit auf höchstem Niveau unterstreicht.
Auch Erling Haaland glänzte in der Gruppenphase und erzielte drei Tore in ebenso vielen Spielen für Norwegen. Seine Leistungen hielten Norwegen im Rennen, doch eine späte Niederlage gegen Senegal ließ sie auf andere Ergebnisse angewiesen sein, um weiterzukommen.
Am anderen Ende des Platzes lieferte Vozinha ein Meisterstück für die Kapverden ab. Der 40-jährige Torhüter parierte siebenmal und sicherte so ein 0:0 gegen Spanien. Diese Leistung brachte ihm die Auszeichnung als Spieler des Spiels ein und löste auf den Kapverden Jubel aus.
Eloy Room zeigte ähnliche Heldentaten mit fünfzehn Paraden für Curaçao und bewahrte so ein 0:0 gegen Ecuador – den ersten Punkt der Geschichte des Inselstaats bei einer Weltmeisterschaft. Rooms Leistung wurde von Fans und Medien gefeiert, doch das Turnier endete für Curaçao mit deutlichen Niederlagen gegen Deutschland und die Elfenbeinküste.
Ismael Saibari von Marokko markierte sein letztes Spiel für PSV mit einem denkwürdigen Tor gegen Brasilien. Sein filigraner Abschluss nach einem Steilpass von Hakim Ziyech unterstrich seine technische Klasse und bescherte den Atlaslöwen einen Höhepunkt in der Gruppenphase.
Die Kapverden blieben in der Gruppenphase ungeschlagen, belegten den zweiten Platz in ihrer Gruppe mit drei Unentschieden und qualifizierten sich damit für die K.-o.-Phase. Ihre defensive Stärke, angeführt von Vozinha, erwies sich in der engen Gruppe als entscheidend.
Argentiniens Weiterkommen basierte auf Messis Toren, doch der 3:0-Sieg über Algerien und die anschließenden Siege gegen Österreich und Jordanien zeigten ihre offensive Tiefe. Die amtierenden Weltmeister treffen nun in der Runde der letzten 16 auf die Kapverden.
Curaçaos Weltmeisterschaftsdebüt endete ohne Sieg, doch Rooms Rekordparaden gegen Ecuador sicherten dem Inselstaat einen Platz in den Geschichtsbüchern. Die kurze Reise bot dennoch einen Moment des Stolzes für die Karibiknation.
Lionel Messi sagte nach seinem Rekordtor gegen Österreich: „Es ist eine Ehre, diesen Rekord zu halten, aber die Leistung des Teams ist das Wichtigste.“
Die gegensätzlichen Geschichten der Gruppenphase – beeindruckende Tore und verblüffende Paraden – bereiten den Boden für eine K.-o.-Phase, in der jedes Detail zählt. Mit den Titelverteidigern Argentinien und Überraschungsteams wie den Kapverden bereit für Duelle ist das Drama noch lange nicht vorbei.